Stanley Yelnats ist ein schwerer Junge. Nicht das er ein schwerstkrimineller wäre, er wiegt einfach nur etwas mehr. Eines Tages bekommt er unvermittelt ein paar Basketballschuhe an den Kopf geknallt, welche dummerweise gestohlen sind. Die Polizei denkt natürlich sofort, dass er der Dieb ist, und so kommt Stanley in ein Erziehungscamp mitten in der texanischen Wüste. Hier dürfen die Insassen, pardon…Erziehungsbedürftigen Kinder täglich ein Loch buddeln. Eine, wie man sich vorstellen kann ungemein spannende Aufgabe inmitten der prallen Sonne. Böse Zungen vermuten dahinter eine morbide Erziehungstaktik, wird doch damit täglich das eigene Grab geschaufelt.
Doch entgegen allen Widrigkeiten schweißt es die Jungen zusammen und so findet Stanley zum ersten Mal in seinem Leben einen Freund, mit dem er dann auch prompt aus dem Camp ausbricht. Dafür sind gute Freunde eben da
Sie schleppen sich nun durch die brütende Wüste und ich werde selbstverständlich nicht verraten, ob ihnen die Flucht gelingt, sie sterben, oder aber ins Camp zurück kommen, was wohl das gleiche bedeutet.
Löcher von Birgitt Kollmann ist ein Jugendbuch, das spannend geschrieben ist und einem Krimi ähnelt. Es thematisiert Freundschaft und zeigt, dass auch in ausweglosen Situationen ein Freund zu Seite stehen kann. Besonderes Augenmerk verdient der Schluss, der wohl vielen Lesern gefallen dürfte.
