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12759843n Die Mütter Mafia unter Schirmherrschaft der PatinEs ist eine Hommage an alle Übermuttis. An eine Schwadron aus Kaffeeabend-, Geburtsvorbeirtungskurse-, Kindergartenbastelabend- liebende Doppeldecker, die in ihre Hysterie auch ganz normale Frauen nerven. Gegen diese Bilderbuch Muttis formt sich eine tapfere Gegenbewegung: die Mütter-Mafia. Kerstin Gier hat es geschafft in diesem Buch einen Lachkrampf und Schmunzler nach dem anderen aufzubieten. Nun sind die hier vorgestellten Charaktere natürlich zugespitz und teilweise stereotyp, das macht aber nichts. Im Gegenteil, genau das möchte man in einem solchen Roman lesen. Man will sich nicht mit komplizierten Verstrickungen auseinander setzen müssen, oder tiefschürfende Gedanken in quälend, lähmender Selbstreflektierung aufarbeiten. Vielmehr möchte man sich einfach nur köstlich amüsieren, und das kann man mit diesem Buch.

14146314n Die Mütter Mafia unter Schirmherrschaft der PatinNun ist es mit Folgeromanen meist wie mit Fortsetzungen im Kino. Sie sind schlecht. Man erwartet aufgrund des ersten Teils ein ebenso inspirierendes, und überraschendes Meisterwerk und wird dann von der Banalität enttäuscht. Dabei ist es qualitativ nicht wirklich schlechter, einfach nur genauso gut und man hatte eben mehr erwartet. Die Patin erzählt die Geschichte der Mütter-Mafia weiter und das nicht aus Sicht eines alternden, krächzenden Paten, sondern mit langen Beinen und blonder Mähne. Constanze ist diese Patin und wurde dank ihrer Tochter und dem Sohn in knallharter Regimeführung trainiert. Auch hier werden wieder die Lachmuskeln beansprucht und zeigen, dass so überzogen mancher Charakter auch sein mag, wohl ein Fünkchen Wahrheit in jedem steckt und man die eine oder andere Situation wiedererkennt.

PS: und diese Fortsetzung ist mehr als gelungen!



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