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21982090n Seelenf***er – Gesellschaft am RandGeschrieben wurde der Roman: „Seelenficker“ von einer Autorin, die gerade volljährig geworden ist. Er handelt von Nathalie, einer Schülerin, die im Teufelskreis von Drogen und Prostitution gefangen ist. Angewidert und ausgestoßen von ihrem Elternhaus, wo sie auch nicht sicher war vor den sexuellen Übergriffen ihres Stiefvaters, flüchtet sie in eine Welt der Drogen. Es ist der Wunsch zu vergessen und zu verdrängen. Doch wird daraus bald eine Sucht, die auch finanziert werden muss. Also fängt sie an anzuschaffen und erträgt die bizarren Sexpraktiken und Wünsche ihrer Freier nur mit noch mehr Drogen. Wütend auf die Welt und sich selbst ist die Selbstverstümmlung ihre Art mit der Situation fertig zu werden. Selbstkasteiung durch Ritzen ist die Folge.

Die detailgetreuen Beschreibungen und eine Sprache, die in dieses Metier passt lassen den Leser alles haarklein miterleben und in die Gefühlswelt einer verlorenen Seele blicken. Dazu passen sind handschriftliche Einflechtungen, die besonders krasse Szenen verdeutlichen. Es ist hart und nichts für schwache Gemüter. Viel schlimmer als die Beschreibungen und das Elend eines Kindes, wiegt dann wohl nur noch die Schuld der Gesellschaft, die es soweit hat kommen lassen. Lehrer, die das Elend nicht sehen (wollen), Eltern die ihr Kind aufgegeben bzw. dazu getrieben haben. Das soziale Netz, durch das sie rutscht und nicht zuletzt die Freier und Drogenhändler, die sie bis an den Rand ihrer Existenz treiben . Wer also einen Blick über den Tellerrand der heile Welt erhaschen möchte, sollte Seelenficker lesen, sich jedoch auch darüber im klaren sein, was ihn erwarten kann.



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