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23846414n Sternstunden der BedeutungslosigkeitSternstunden der Bedeutungslosigkeit gehört quasi zur Pflichtlektüre für Dauerstudenten, sagen wir ab dem 13. Semester icon smile Sternstunden der Bedeutungslosigkeit Ein Hauch von Existentialismus ist hier zwischen zwei Buchdeckel gepresst und vermittelt eine Idee vom Leben, vom eigentlichen Leben, sofern es so etwas gibt. Hier werden die Ansichten von Michael Sonntag zum Besten gegeben. Seines Zeichens Kunststudent mit dem Hang zum nie fertig werden. Viel vor und noch weniger geschafft könnte sein Motto sein. Und so verfolgt der Leser ihn bei seinen Streifzügen durch die Welt.

Es ist ein wenig so, als würde man in der Kneiprunde mit dabei sein und Stammtischphilosophie betreiben. Denn Sonntag will alles sein, nur eben nicht normal. Es ist kein besonderes Buch, eines das aus dem Leben eines x-beliebigen stammen könnte und vielleicht nur deswegen doch wieder besonders ist. Es gibt immer wieder witzige Situationen, die die doch irgendwie bedeutungslose Atmosphäre auflockern. Es ist als Kritik an Eitelkeit und Stumpfsinn einer Masse, die das Unverbindliche empor gehoben hat um es zu stilisieren.

Im Grunde zeigt es jedoch die Hoffnungslosigkeit sich dem gesellschaftlichen Bedeutungszwang entziehen zu wollen. Es ist also fast ein Paradoxon, das jeden Existentialisten zu Tränen rühren würde. Doch selten wurde solch eine Einsicht mit so viel Unterhaltung transportiert, wie in diesem Buch.



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