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21477054n Verblendung – wenn deutsche Übersetzungen scheiternZu aller erst darf an dieser Stelle einmal gefragt werden, warum der deutsche Titel des beschriebenen Buches „Verblendung“ heißt. Aus dem Buch selber wird es zumindest nicht klar. Nachdem diese Randnotiz abgehakt wurde, kommen wir doch am Besten zum Inhalt des Buchs. Es ist ein souverän geschriebener Wirtschaftskrimi, der einzelne Erzählstränge elegant verknüpft, wobei der Haupterzählstrang nicht unbedingt der alleinig spannende ist. Hochinteressant neben der gut recherchierten Geschichte selbst, sind die zwei Hauptfiguren, Mikael und Lisbeth. Er ist ein Wirtschaftsjournalist und sie eine Hackerin mit photographischem Gedächtnis, welche ihre Intelligenz durch mangelndes emotionales Einfühlungsvermögen kompensiert. Es ist eine erfrischend andere Sorte von Ermittlern, die von dem genretypischen abgehalfterten Kommissar wegkommt. Auch die Beziehung der beiden wird gekonnt in Szene gesetzt und bis zur letzen Seite spannend geschildert, ohne dann schlussendlich in Kitsch auszuarten.

Gesucht wird die sprichwörtliche Leiche im Keller. Ein alter Fabrikant will wissen, wo seine vor dreißig Jahren verschwundene Nichte geblieben ist und setzt die beiden auf den Fall an. Soweit zur extremen Zusammenfassung des Inhalts. Wichtiger aber ist die Art der Erzählung und der Wirtschaftsteil, welcher einen wesentlichen Mittelpunkt in dem Krimi setzt und sich schon deshalb vom normalen Krimieinerlei abhebt. Das Buch ist posthum erschienen, da Stieg Larson schon 2004 gestorben ist. Es gibt jedoch noch zwei weitere Manuskripte und man darf gespannt sein, ob diese ähnlich gut geschrieben sind.



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